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Bundesgemeinschaft für deutsch-niederländische Zusammenarbeit

‘Van Imhoff’ - Neue niederländische Untersuchung des Schiffsunglücks von 1942

Forschung über den ‘Van Imhoff’ braucht Ihre Mitarbeit!

Mai dieses Jahres hat das Niederländische Institut für Militärgeschichte (NIMH) eine umfassende historische Untersuchung über den Untergang der Van hoff eingeleitet. Bei dieser Katastrophe am 19. Januar 1942 kamen 411 deutsche Zivilinternierte aus Niederländisch-Ostindien ums Leben. Über achtzig Jahre später ringen Angehörige in den Niederlanden und in Deutschland noch immer mit Fragen zu dieser Katastrophe.

Die Van Imhoff war ein niederländisches Handelsschiff, mit dem deutsche und österreichische Zivilinternierte von Sumatra (Niederländisch-Ostindien) nach Britisch-Ostindien transportiert wurden. Am 19. Januar 1942 wurde das Schiff im Indischen Ozean von einem japanischen Flugzeug bombardiert. Die niederländische Besatzung und die militärischen Wachen verließen das sinkende Schiff, ohne sich um die fast fünfhundert deutschen und österreichischen Männer zu kümmern, die sich im Laderaum befanden. Mehr als vierhundert von ihnen kamen ums Leben. Nur fünfundsechzig Männer überlebten die Katastrophe.

Fragen von Angehörigen

Angehörige sind oft nicht gut darüber informiert, was mit ihrem (Groß-)Vater, Bruder oder Onkel geschehen ist, und suchen Antworten auf ihre Fragen. Für das NIMH Anlass für eine umfassende historische Untersuchung der Katastrophe. Das Ergebnis der Forschung sind ein populärwissenschaftliches Buch und die dreisprachige Website www.van-imhoff.com, auf der in Absprache mit den Angehörigen Porträts der Opfer veröffentlicht werden. Diese Porträts und Lebensgeschichten bilden zusammen eine digitale Gedenkseite.

Wir suchen die Angehörigen der Opfer

Die Forscher haben herausgefunden, dass viele Angehörige in den Niederlanden auch nach mehr als 80 Jahren noch mit Fragen über das damalige Geschehen kämpfen. Wir vermuten, dass dies in Deutschland nicht anders sein wird, weshalb wir gerne auch Ihr Forschungsinstitut auf unsere Forschung aufmerksam machen. Wir hoffen, dass Sie Interessierte oder Angehörige auf unsere Forschung hinweisen werden.

Die NIMH-Forscher sind besonders an den Geschichten, Erinnerungen und Erfahrungen von Angehörigen interessiert. Tagebücher, Briefe und Fotos sind ebenfalls besonders willkommen. Selbstverständlich stellen wir in Absprache mit den Angehörigen auch gerne ein Porträt ihres Vorfahren auf www.van-imhoff.com ein. Interessierte wenden sich bitte an die Projektleiterin des Forschungsprojekts: Frau Maaike van der Kloet MA unter info@van-imhoff.com. Sie können das NIMH auch telefonisch unter 0031 88 951 6655 erreichen.

Über die Forschung

Die Untersuchung wird auf Wunsch von des niederländischen Ministeriums für Inneres und Königreichsbeziehungen und des Verteidigungsministeriums durchgeführt und soll zwei Jahre dauern. Die historische Forschung konzentriert sich nicht nur auf den Schiffbruch, sondern auch auf die frühere Internierung deutscher und österreichischer Zivilisten in Niederländisch-Ostindien ab Mai 1940 und die Nachwirkungen der Ereignisse. Auch die Maßnahmen der niederländischen Behörden werden untersucht. Die Forschungsarbeiten werden Ende 2024 in einer populärwissenschaftlichen Publikation münden.

Kontakt:
M.G. van der Kloet MA
Nederlands Instituut voor Militaire Historie (NIMH)
Ministerie van Defensie
Frederikkazerne gebouw 103
Van Alkemadelaan 786
Postbus 90701
2509 LS Den Haag
Niederlande

E-Mail: info@van-imhoff.com

Website: www.van-imhoff.com